Berechnung Von Logarithmen

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Geschichtliches s. bei Lord John Napier (Neper).

A Ein mögliches Verfahren zur Berechnung des natürlichen Logarithmus ln x für x > 0:

Berechnung ln x

Aus dem natürlichen Logarithmus ln x (Basis e = 2.71828182846...) kann man durch Multiplikation mit dem Kehrwert (1 / ln 10) = 0.434294481904... den dekadischen (Brigg'schen) Logarithmus lg x (Basis 10) berechnen: lg x ≈ 0.434294481904 · ln x

Beispiel: Berechnung von ln 2

a) Aus der Formel für ln x ergibt sich für x = 2 mit fünf berechneten Summanden:

Berechnung ln 2 ≈ 0.69314605

b) Daraus die Berechnung von lg 2: lg 2 ≈ 0.434294481904 · 0.69314605 ≈ 0.30102950

Das folgende Formular berechnet ln x gemäss diesem Algorithmus. Je grösser n, desto genauer die Approximation. Das Verfahren konvergiert aber für x nahe bei 0 und für grosse x relativ langsam. Statt ln 0.0001234 zu berechnen sollte man also besser ln 1.234 berechnen und entsprechend korrigieren: ln 0.0001234 = ln (1.234 * 10-4) = -4 * ln 10 + ln 1.234

  • Zahl x (0 < x ≤ 10):
  • Anzahl n (3 ≤ n ≤ 50):

B1 Weiteres Verfahren (Idee nach Bürgi, Neper, Briggs):

Verfahren zur Berechnung des 10-er Logarithmus einer reellen Zahl x zwischen 1 und 10, das auch in vielen Taschenrechnern implementiert ist. Man berechnet nur wenige Logarithmen, z.B. lg(1 + 10-n) für n = 0, 1, 2,...mit Hilfe der Taylorreihenentwicklung Berechnung ln(1+z) für -1 < z ≤ 1 und der Umrechnungsformel vom ln zum lg (s. A) und speichert diese Werte in einer Tabelle ab. (Nebenbei: ln 2 lässt sich mit der Formel ln(1+z) viel einfacher berechnen als mit der Formel bei A) Man approximiert nun x über die Zerlegung x_approx wobei die Exponenten ik so gewählt sind, dass xk ≤ x ≤ xk·(1+10-k) für k = 0, 1,..., n Damit folgt die Näherung lg x ≈ i0 · lg(2) + i1 · lg(1.1) + i2 · lg(1.01) + ... + in · lg(1+10-n). Das Produkt lässt sich mit 1 beginnend aufbauen, indem man solange mit 2 multipliziert, als man unterhalb von x bleibt, dann solange mit 1.1 multipliziert, als man unterhalb von x bleibt, u.s.w. Das folgende Formular berechnet lg x gemäss diesem Algorithmus. Dabei werden nur die n+1 Werte für lg(2) bis lg(1+10-n), die auf 11 Stellen genau in der Tabelle abgespeichert sind, verwendet. Je grösser n, desto genauer die Approximation. Mit den Logarithmen zwischen 1 und 10 können Logarithmen von beliebigen Zahlen berechnet werden, z.B. lg 123456.78 = lg (1.2345678 * 105) = 5 + lg 1.2345678 oder lg 0.00012345678 = lg (1.2345678 * 10-4) = -4 + lg 1.2345678

  • Zahl x (1 ≤ x ≤ 10):
  • Anzahl n (2 ≤ n ≤ 10):

B2 Verfahren von Briggs:

Gesucht ist wiederum lg x. Briggs erhielt die Logarithmen nicht durch Taylorreihen, sondern durch 54-maliges fortlaufendes Quadratwurzelziehen der Zahl 10 (Genauigkeit auf 30 Stellen!), also fortlauf_Wurzel Dann gilt lg(u1) = 0.5, lg(u2) = 0.25, lg(u3) = 0.125 usw. Der Numerus x lässt sich wie bei B1 darstellen mit x_approx_Brigg (Dabei sind alle Exponenten ik entweder 0 oder 1. Ausnahme: Für x=10 wird i1=2). Für lg x gilt folglich die Näherung: lg x ≈ i1 · 0.5 + i2 · 0.25 + i3 · 0.125 + ... + in · (0.5)n. Das folgende Formular berechnet lg x gemäss diesem Algorithmus. Es gilt auch hier: Je grösser n, desto genauer die Approximation.

  • Zahl x (1 ≤ x ≤ 10):
  • Anzahl n (3 ≤ n ≤ 40):

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