VW New Beetle - Wikipedia

Das Concept 1

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Concept 1 als Modell im Maßstab 1:43

1992 begann bei Volkswagen am 1991 gegründeten American Design Center in Simi Valley, Kalifornien die Arbeit an einem Konzept für ein Fahrzeug, das auf alternativen Antriebssystemen basierte. Ziel war völlige Emissionsfreiheit. Durch umfangreiche Marktuntersuchungen in den USA wurde festgestellt, dass bei der Bevölkerung in Nordamerika der Käfer am meisten mit der Marke Volkswagen verbunden wurde.

Die Designer Freeman Thomas und J Mays entwarfen die Designstudie „VW Concept 1“ als moderne Interpretation des VW Käfer. 1994 wurde der Concept 1 auf der Detroit Motor Show erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Reaktion von Publikum und Fachpresse war überraschend enthusiastisch.

1995 wurde auf dem Genfer Auto-Salon das „VW Concept 1“-Cabrio vorgestellt, was das Publikumsinteresse an dem Fahrzeug noch vergrößerte. Die Reaktionen auf das neue Modell waren so positiv, dass Volkswagen den Forderungen des Publikums nachkam und die Studie weiterentwickelte. In Genf sprach Volkswagen erstmals über eine mögliche Serienproduktion. Ursprünglich vorgesehen war damals die Bodengruppe der zukünftigen Polo-Generation. Erwogen wurden 1995 als Antrieb außer einem 1,9-Liter-Turbodieselmotor (66 kW/90 PS) mit einem 5-Gang-Ecomatic-Getriebe ein 1,4-Liter-Dreizylinder-Turbodieselmotor (50 kW/68 PS) mit einem 18-kW-Elektromotor (Hybrid) und ein 37-kW-Drehstrom-Asynchronmotor von Siemens mit Zweistufenautomatik.

1995 wurde in Japan ein zweiter überarbeiteter Prototyp vorgestellt und offiziell verkündet, dass das Fahrzeug in Serienproduktion gehen soll. Basis für die Serienvariante sollte die A4-Plattform des Golf IV sein.

New Beetle

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Am 5. Januar 1998 wurde der New Beetle auf der Detroit Motor Show offiziell vorgestellt.[3] Damit war Volkswagen einer der ersten Hersteller, die ein Fahrzeug im sogenannten Retrodesign auf den Markt brachten.

Das Design des „New Beetle“, mit den freistehenden Kotflügeln, der runden Form der Fronthaube und den angedeuteten Trittbrettern, ist eine Anspielung auf den VW Käfer. Auch in der Gestaltung des Innenraumes erinnert vieles, wie der Griff über dem Handschuhfach, die Halteschlaufen an der B-Säule, das runde Kombiinstrument, die Gepäcknetze an den Türen und auch die berühmte Blumenvase am Armaturenbrett, an den Käfer. Das Fahrwerk des New Beetles basiert wie der Golf IV, Audi A3 und Škoda Octavia auf der A4-Plattform. Bedingt durch die Konzernplattform war ein Heckmotor nicht möglich. Die einzigen Neuteile an der bestehenden A4-Plattform waren der Kühler samt Lüfter, das Dreispeichenlenkrad und ein modifizierter Tankeinfüllstutzen. Weiterhin mussten die Fahrzeugfedern und die Abgasanlage angepasst werden. Gegenüber dem Concept 1 hat der New Beetle ausgeprägte Stoßstangen, die Blinker wurden aus den Scheinwerfern in die Stoßfänger verlegt, der Durchbruch für das Endrohr der Abgasanlage in der Heckschürze entfiel, die runden Außenspiegel wurden durch längliche ersetzt und die Hupengitter entfielen. Der Verzicht auf den für den VW Käfer so typischen Heckmotor zugunsten eines Frontmotors wurde von Stefan Bratzel, Professor für Automobilwirtschaft, kritisiert.[4]

Der Volkswagen New Beetle wurde im mexikanischen Puebla gefertigt. Im Frühjahr 2003 wurde das New Beetle Cabriolet (Werks-ID: Typ 1Y) vorgestellt. Das Cabrio zeigt ebenfalls viele Parallelen zum VW Käfer Cabriolet, zum Beispiel das geöffnet auf der Karosserie aufliegende Verdeck, das mit einer Persenning vor Verschmutzung geschützt wird.

  •   Heckansicht
  •   VW New Beetle Cabrio (2003–2005)
  •   Cockpit
  •   Armaturenbrett

Modellpflege

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Auf der IAA 2005 wurde der modifizierte New Beetle als Limousine und Cabriolet der Öffentlichkeit präsentiert. Zu den Neuerungen gehörten die flacheren Kotflügel und die neu geformten Stoßfänger, während die Klarglas-Scheinwerfer jetzt oval waren. Weitere Merkmale waren die schmaleren vorderen Blinker und die auffälligeren zweifarbig gestalteten Rückleuchten.

Bereits zuvor waren im Rahmen der Modellpflege die kleinen Seitenblinker in die Außenspiegelgehäuse gewandert, die VW-Embleme von Blau-Weiß-Chrom in Grau-Chrom abgeändert, das drehbare Heckemblem gegen ein statisches getauscht sowie auf der Beifahrerseite das Türschloss entfernt worden und die Verriegelung/Entriegelung nun generell mit Funkzentralverriegelung ausgestattet. Beibehalten wurde aber die Golf-IV-Technik bis zum Modellwechsel 2010, obwohl der Golf IV bereits 2003 durch ein Nachfolgemodell (Golf V) mit neuer Plattform abgelöst worden war.

  •   VW New Beetle (2005–2010)
  •   Heckansicht
  •   VW New Beetle Cabrio (2005–2010)

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